Privatbesitz
Château d'Olbreuse

Das Château d'Olbreuse in Usseau, Deux-Sèvres, ist ein Bauwerk, das eng mit der Geschichte des Protestantismus in Frankreich verbunden ist.
Geschichte+
Die Ursprünge des Schlosses werden im 11. Jahrhundert vermutet, auch wenn hierfür keine eindeutigen Dokumente vorliegen. Im 16. Jahrhundert war das Château d'Olbreuse im Besitz der Familie Desmier d'Olbreuse, die dem Calvinismus anhing. Dies führte dazu, dass König Ludwig XIV. das Schloss im Jahr 1702 unter Zwangsverwaltung stellte, da die Familie Protestanten Schutz gewährte. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes im Jahr 1685, das die Religionsfreiheit garantierte, sahen sich viele Hugenotten der Wahl zwischen Konversion oder Exil gegenüber. Alexandre Desmier, der Bruder der damaligen Besitzerin Éléonore Desmier d'Olbreuse, nutzte die Verbindungen seiner Schwester zum Haus Braunschweig, um Protestanten zu verstecken und ihnen zur Flucht nach Celle zu verhelfen. Ein Zeitzeuge berichtete in seinem Tagebuch von Alexandres Rolle als „wahrer Ernährer“ und Zufluchtsort.
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Lage: 46.1832, -0.6005