Privatbesitz
Chanowskysches Schlösschen

In Langenbrettach-Brettach steht das Chanowskysche Schlösschen, ein ehemaliger Herrensitz aus dem späten 16. Jahrhundert, der sich durch seinen manieristischen Baustil auszeichnet.
Der böhmische Adlige Heinrich Chanowsky, der in den 1580er Jahren aufgrund seines protestantischen Glaubens aus Böhmen emigrierte, ließ sich um 1593/94 in Neuenstadt am Kocher nieder, wo er als Forstmeister für Herzog Friedrich I. tätig war. Zwischen 1609 und 1610 errichtete er seinen Herrensitz an der Hauptstraße in Brettach. Zum Besitz der Familie Chanowsky gehörte neben dem Schlösschen auch der Lindenhof als Wirtschaftshof. Im Jahr 1664 ging das Anwesen an Herzog Friedrich von Württemberg-Neustadt über. Ab dem 18. Jahrhundert wurde das Schlösschen privatisiert, in zwei Hälften geteilt und für Wohnzwecke umgebaut.
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Lage: 49.2256, 9.3816