KircheBazas

Cathédrale Saint-Jean-Baptiste de Bazas

Cathédrale Saint-Jean-Baptiste de Bazas

Die Kirche kann besichtigt werden

Die unter dem Patrozinium Johannes des Täufers (St-Jean-Baptiste) stehende ehemalige Kathedrale von Bazas war die Bischofskirche des von der Spätantike bis zur Französischen Revolution existierenden und am Jakobsweg (Via Lemovicensis) gelegenen Bistums Bazas. Sie ist bereits seit dem Jahr 1840 als Monument historique anerkannt; außerdem gehört sie seit 1998 als Teil der Wege der Jakobspilger in Frankreich zum UNESCO-Welterbe.

Geschichte+

Erste Erwähnungen eines Bischofs in Bazas im 5. Jahrhundert stammen von Gregor von Tours († 594); außerdem erwähnt er eine Dame, die von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem ein Fläschchen mit dem Blut Johannes des Täufers mitgebracht haben soll. Bischöfe aus Bazas sollen im 6. und 7. Jahrhundert an verschiedenen Konzilien teilgenommen haben. Im Jahr 853 verwüsteten die Normannen die alte Kathedrale, deren Wiederaufbau erst im Jahr 1070 begann. Im Jahr 1233 wurde ein kompletter Neubau im gotischen Stil der nordfranzösischen Kathedralen begonnen, dessen Fassade jedoch erst im Jahr 1537 vollendet wurde. Während der Hugenottenkriege (1562–1598) verwüsteten die Protestanten wiederholt den Bau. Lediglich die Fassade blieb unversehrt, weil die Bürger der Stadt eine Summe von 10.000 Écus aufbrachten. Die nachfolgende Restaurierung des übrigen Baus erfolgte auf Betreiben des Bischofs Arnaud de Pontac in den Jahren zwischen 1583 und 1605. Am 1. Januar 1723 zerstörte ein Sturm die oberen Teile der Fassade und die beiden ersten Langhausjoche; die Schäden wurden u. a. durch ein barockes Giebelfeld behoben.

Architektur+
Turm+

Der dreigeschossige und insgesamt ca. 53 m hohe Glockenturm (clocher) trägt einen auf achteckigem Grundriss erbauten durchbrochenen Spitzhelm mit begleitenden Ecktürmchen (Fialen).

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: GFreihalter · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

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Lage: 44.4314, -0.2097