Schloss/BurgFiano Romano

Castello ducale Orsini

Castello ducale Orsini

Privatbesitz

In Fiano Romano, Latium, steht das Castello ducale Orsini. Dieses Bauwerk, einst als Herzogliches Schloss bekannt, liegt auf etwa 107 Metern über dem Meeresspiegel.

Geschichte+

Die Errichtung der Burg begann 1489 unter Niccolò III. Orsini, Graf von Pitigliano. Die Bauarbeiten auf einer älteren mittelalterlichen Siedlung wurden wahrscheinlich 1493 abgeschlossen, ein Datum, das auf einem Kamin im Schloss zu finden ist. Der von Graf Orsini gewünschte Flügel zur Porta Capena, dem Dorfzugang, zeigt Renaissance-Architektur mit einem Rundbogen aus Bossenquadern. Es wird vermutet, dass Giuliano da Sangallo, ein Baumeister jener Zeit, am Umbau beteiligt gewesen sein könnte. Zu den Besuchern zählten Papst Alexander VI. 1493 und der Gelehrte Pietro Bembo 1504. Nach dem Tod Niccolòs III. Orsini wechselte das Lehen Fiano und damit das Schloss mehrfach den Besitzer, darunter Kardinal Francesco Sforza und später die Familien Ludovisi und Ottoboni. Im 17. Jahrhundert erhielt das Schloss seinen heutigen Namen, als das Lehen zum Herzogtum erhoben wurde. 1897 verkaufte Marco Boncompagni Ludovisi Ottoboni das Anwesen an Carlo Menotti. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Schloss an die Schwestern von Mario Menotti über, die es teilweise veräußerten und teilweise den Dominikanerinnen von Santa Caterina da Siena schenkten, die dort ein Internat und später einen Kindergarten einrichteten. 1993 erwarb die Gemeinde Fiano Romano das Schloss, um es für öffentliche Zwecke zu nutzen.

Vor Ort+

Heute befindet sich das Castello ducale Orsini in Privatbesitz. Besucher finden einen rechteckigen Hauptbau mit Verteidigungstürmen vor, darunter ein viereckiger Turm mit Böschung und ein 30 Meter hoher runder Bergfried. Im Inneren führt eine Treppe vom Hof zum Piano Nobile. Der im 15. Jahrhundert errichtete Flügel umfasst neun Säle, die durch Türen verbunden sind, deren Pfosten die Inschrift „Nicolaus Tirtius Ursinus 1493“ tragen. Zu den Sälen gehören der Montefeltro-Saal, das Orsini-Arbeitszimmer mit Fresken der Wappen der Herren und Niccolò III. Orsini, der Wachsaal, der Chorsaal, der Tierkreis-Saal, der Saal der Jungfrauen, der Christus-Saal, der Ubaldini-Saal und der Granatapfelsaal mit floralen Fresken und einem Kamin von 1493. Eine Restaurierung 2023, initiiert von der Gemeinde Fiano Romano, sieht die Einrichtung eines Zentrums für Kunst und Kultur vor.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:080326027_Fiano_Romano.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 42.1716, 12.5924