Das Kastell kann besichtigt werden
Burgus Ahegg
Der Burgus Ahegg im Oberallgäu ist ein einzigartiges Zeugnis römischer Militärarchitektur in Süddeutschland. Als spätantiker Wohn- und Wachturm diente er der Überwachung eines wichtigen Abschnitts des Donau-Iller-Rhein-Limes. Seine Überreste sind die einzigen ihrer Art in der Region, die noch oberirdisch sichtbar sind und Besuchern einen direkten Einblick in die römische Grenzverteidigung ermöglichen.
Geschichte+
Die Ursprünge des Burgus Ahegg reichen bis in die Spätantike zurück, als die römische Reichsgrenze entlang des Donau-Iller-Rhein-Limes gesichert werden musste. An diesem Abschnitt, der sogenannten „trockenen Grenze“ zwischen Bregenz und Kempten, die nicht durch Flüsse geschützt war, spielte der Burgus eine entscheidende Rolle. Er wurde strategisch auf einem Moränenhöhenzug errichtet, um eine weitreichende Sicht über das Grenzland zu gewährleisten, obwohl er abseits der Haupt-Limesstraße lag. Vermutlich ging dem steinernen Bauwerk ein hölzerner Vorgängerbau voraus. Kaiser Valentinian I. initiierte ab 369 ein umfangreiches Bauprogramm, in dessen Rahmen auch der Burgus Ahegg in Steinbauweise entstand. Die Anlage, die ein fast quadratisches Geviert von 10,8 mal 11,0 Metern bildet, wurde mit 1,2 Meter starken Mauern aus Rollsteinen errichtet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.7098, 10.2502