Die Ruine kann besichtigt werden
Burgruine Wolfstein

Im Stadtgebiet von Neumarkt in der Oberpfalz steht die Burgruine Wolfstein, eine ehemalige Adelsburg aus dem 12. Jahrhundert.
Geschichte+
Die genauen Anfänge der Burg Wolfstein, die als Stammsitz des Adelsgeschlechts Wolfstein diente, sind bis heute nicht vollständig geklärt. Archäologische Funde deuten auf eine Errichtung um die Mitte des 12. Jahrhunderts hin. Eine gesicherte Erwähnung der Burg existiert ab dem Jahr 1283, als Gottfried von Sulzbürg den Namen Wolfstein annahm und damit das Geschlecht begründete. Im 14. Jahrhundert erweiterten die Wolfsteiner ihren Einfluss und Besitz erheblich und beherrschten weite Teile der Region Neumarkt. König Karl IV. erteilte ihnen das Privileg, eine Stadt unterhalb der Burg zu gründen, die dieselben Rechte wie das benachbarte Neumarkt erhalten sollte, ein Vorhaben, das jedoch nie umgesetzt wurde. Im Jahr 1434 wurde die Burg rechtlich der Stadt Neumarkt gleichgestellt, was zu Konflikten mit den Wittelsbacher Pfalzgrafen führte, die die Burg in ihre Besitzungen integrieren wollten. Dies gelang ihnen schließlich unter Otto II. von Neumarkt, nachdem Otto I. die Wolfsteiner unter Druck gesetzt hatte, die Burg an den böhmischen König zu verpfänden. Nach dem kinderlosen Tod von Hans von Wolfstein im Jahr 1462 zog der böhmische König die Burg ein und verlieh sie an Vizthum von Neuschönenberg, von dem Otto II. sie später erwarb und in den fürstlichen Besitz überführte. Die Burg diente fortan als Neumarkter Pflegeamt und wurde bis ins 16.
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Lage: 49.2942, 11.4918