Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Wolfsberg

Die Burgruine Wolfsberg, eine ehemalige Höhenburg, steht auf einer bewaldeten Anhöhe über Steinekirch, einem Ortsteil von Zusmarshausen. Von der Anlage sind heute noch Erdwerke und die Überreste des Bergfrieds erhalten, der als einziges steinernes Zeugnis früher Ritterkultur im Landkreis Augsburg gilt.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Wolfsberg reichen vermutlich bis ins 10. Jahrhundert zurück. Sie diente als Stammsitz der Herren Fraß, die sich nach der Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 hervorgetan haben sollen. Dieses Ministerialengeschlecht der Augsburger Bischöfe nannte sich ab 1233 „von Wolfsperch“ und führte einen Wolf im Wappen. Im Jahr 1292 bezeugte Heinrich Fraß von Wolfsberg einen Friedensvertrag, und 1333 trat Ulrich Fraß als Bürge auf. Um 1350 verschwand die Familie Fraß aus den Aufzeichnungen. Danach folgten die Schwelcher als Burgherren, die sich durch Übergriffe auf Handelszüge einen zweifelhaften Ruf erwarben. Die Burg, strategisch an der Straße zwischen Augsburg und Ulm gelegen, wurde daraufhin mehrmals erfolglos von Augsburger Truppen belagert, auch während des Städtekrieges 1388.
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Lage: 48.3714, 10.5844