Privatbesitz
Burgruine Wesen

In der Gemeinde Waldkirchen am Wesen in Oberösterreich befindet sich die Burgruine Wesen, eine historische Burganlage. Sie steht über der Donau, etwas flussabwärts von Wesenufer.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Wesen reichen wahrscheinlich ins 12. Jahrhundert zurück und sind eng mit den Herren von Wesen verbunden, die sie mutmaßlich erbauten. Ein Richter von Ort, erwähnt um 1100, gilt als Ahnherr dieser Familie. Sein Sohn Mangold wurde mit der Burg belehnt und nannte sich ab 1116 nach ihr. Die Herren von Wesen dienten als Ministeriale der Passauer Bischöfe und besaßen auch das nahegelegene Schloss Niederwesen. Mit dem Tod Erchangers von Wesen im Jahr 1322, der keine direkten Nachkommen hinterließ, erlosch die Linie. Die Burg fiel daraufhin an Hadamar von Waldeck, der den Besitz mit dem von Einburg vereinigte. Im Jahr 1325 vermachte Hadamar die Burg Wesen dem Hochstift Passau als Seelgerät. Die Burg wurde von Passauer Pflegern verwaltet, darunter Kaspar Albrechtshaimer und sein Sohn Pongraz, die sie zeitweise pfandweise innehatten. Ab 1540 verlor die Burg ihre strategische Bedeutung als Donauschutzburg, und die Verwaltung erfolgte zunehmend von Burg Marsbach aus, was den Verfall der Anlage begünstigte. Nach der Säkularisierung des Bistums Passau im Jahr 1803 wurde die Ruine schließlich verkauft.
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Lage: 48.4406, 13.8278