Die Ruine kann besichtigt werden
Burgruine Tschanuff

Westlich des Dorfes Ramosch im Schweizer Kanton Graubünden steht die Burgruine Tschanüff, eine der einst bedeutendsten Anlagen im Unterengadin neben Schloss Tarasp. Sie liegt auf einem Geländesporn am Rande des Val-Sinestra-Tobels.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Tschanüff reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, obwohl der Name „Tschanüff“, der „neues Haus“ bedeutet, erst im 16. Jahrhundert aufkam. Zuvor war sie schlicht als Ramosch oder Remüs bekannt. Im Jahr 1256 erhielt Ritter Nannes von Ramosch die Erlaubnis zum Bau einer Burg, doch die ältesten Mauerreste deuten auf eine Erweiterung einer bereits bestehenden Anlage hin. Die Geschichte der Burg ist geprägt von Konflikten: 1365 schlichtete Herzog Leopold von Österreich einen Streit zwischen den Brüdern Schwiker und Konrad von Ramosch, woraufhin Schwiker seinen Bruder tötete. Leopold belehnte daraufhin Ulrich von Matsch mit der Burg. Nach weiteren Auseinandersetzungen mit dem Churer Bischof und den Herren von Matsch, die 1395 zur Plünderung führten, wechselte die Burg mehrfach den Besitzer.
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Lage: 46.8329, 10.3756