Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Scharfeneck

In Mannersdorf am Leithagebirge in Niederösterreich befindet sich die Burgruine Scharfeneck. Ihre Ursprünge reichen vermutlich bis ins 11. Jahrhundert zurück, obwohl genaue urkundliche Belege fehlen. Die Burg war einst ein Stützpunkt an der Grenze zu Ungarn und spielte eine Rolle in regionalen Konflikten.
Geschichte+
Die Burg Scharfeneck war eng mit dem ungarischen Fürstengeschlecht der Scharfenecker verbunden, das um 1400 seinen Höhepunkt erreichte. Als Grenzburg war sie Schauplatz zahlreicher Auseinandersetzungen mit österreichischen Adeligen. So kam es 1396 zu einem Überfall auf Deutsch-Altenburg und 1404 zur Aneignung von Trautmannsdorf. Eine Vergeltungsaktion durch Stuchs von Trautmannsdorf im Jahr 1408 führte zu Racheakten der Scharfenecker 1412 in Edelsthal und Deutsch Haslau. Nach dem Aussterben der Scharfenecker ging die Burg 1417 in den Besitz des ungarischen Königs Sigismund über. Unter seiner Herrschaft wurde sie nach westlichem Vorbild umgebaut und später von der Krone verpachtet oder verkauft. König Matthias Corvinus veräußerte die Burg beispielsweise an Ulrich von Grafeneck.
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Lage: 47.9512, 16.6054