Die Ruine kann besichtigt werden
Burgruine Rauenstein
Die Burgruine Rauenstein liegt auf etwa 535 Metern über dem thüringischen Rauenstein. Einst Sitz des Adelsgeschlechts Schaumberg-Rauenstein, sind ihre Überreste heute ein Einblick in mittelalterliche Architektur und Lebensweise.
Geschichte+
Die Burg Rauenstein entwickelte sich im 14. Jahrhundert zum Stammsitz der Linie Schaumberg-Rauenstein, nachdem die Schaumberger gezwungen waren, ihren ursprünglichen Besitz aufzugeben. Vor 1340 existierte an diesem Ort möglicherweise bereits eine befestigte Anlage zur Verwaltung der Ländereien. Im Jahr 1349 erteilte die Regentin Jutta von Henneberg die Erlaubnis zum Ausbau der Burg, die damals den Namen Haus Ruhestein trug, unter der Bedingung, dass sie den Hennebergern als offenes Lehen dienen sollte. Dieser Vertrag wurde 1351 von Markgraf Friedrich dem Strengen von Meißen erneuert, wodurch die Burg auch sächsisches Mannslehen wurde. Die Schaumberger etablierten sich rasch und erweiterten ihren Einflussbereich. Nach 1632 wurde die Burg von den Schaumbergern verlassen und 1640 durch kaiserliche Truppen teilweise zerstört. Ein Burgvogt bewohnte sie noch bis 1670, bevor er in ein neues Schloss am Marktplatz zog. Herzoglicher Oberstallmeister Hans Siegmund von Schaumberg erhielt 1687 die vollen Rechte zurück und versuchte, die Burg zu verkaufen, was jedoch scheiterte. Er ließ stattdessen ein neues Schloss am Fuße der Burg errichten. Die Burg Rauenstein verfiel, bis Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen 1729 das gesamte Geschlechtsgut erwarb, womit Hans Siegmund der letzte Schaumberger auf Rauenstein war.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.4201, 11.0550