Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Polle
Die Burgruine Polle, eine Höhenburg, steht auf einer etwa 25 Meter hohen Felskuppe direkt oberhalb der Weser in der Gemeinde Polle. Die Anlage im Landkreis Holzminden, Niedersachsen, hat einen gut erhaltenen Rundturm.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Polle werden um das Jahr 1200 vermutet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1285 als „Eversteiner Burg“ und diente den Grafen von Everstein als Stammsitz. Im Jahr 1407 eroberte Herzog Heinrich I. von Braunschweig-Lüneburg die Burg im Zuge der Eversteiner Fehde. Ein Jahr später fiel die gesamte Grafschaft, und damit auch die Burg Polle, endgültig an die Welfen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1623 von Feldherr Tilly belagert, erobert und geplündert. 1641 setzten schwedische Truppen die Burg mit Geschützen in Brand. Nach Kriegsende erfolgte ab 1656 der Wiederaufbau der Unterburg, während die Oberburg als Ruine erhalten blieb. Ein im Stil der Weserrenaissance errichtetes Amtshaus in der Unterburg wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, wobei lediglich das Renaissance-Portal erhalten blieb. Zwischen 1984 und 1988 wurde die Burganlage renoviert, und von 2007 bis 2009 fanden archäologische Ausgrabungen statt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 51.8974, 9.4071