Privatbesitz
Burgruine Nothberg

Die Burgruine Nothberg ist eine Donjonburg im Eschweiler Stadtteil Nothberg. Mit ihren vier runden Ecktürmen und einem Erker erhebt sie sich weithin sichtbar über dem Indetal.
Geschichte+
Die frühesten Hinweise auf eine Burganlage auf dem Plateau der Kernburg reichen möglicherweise bis ins 9. und 10. Jahrhundert zurück. Urkundlich erwähnt wurde die Nothberger Burg erstmals zwischen 1334 und 1335 als „Huys te Berghe“. Im Jahr 1361 belehnte Herzog Wilhelm II. von Jülich den Ritter Edmund von Engelsdorf mit der Burg. Ende des 14. Jahrhunderts war die Burg stark sanierungsbedürftig, was aus einem Pfandvertrag von 1398 hervorgeht. Im 15. Jahrhundert wurde der Kern des Herrenhauses im spätgotischen Stil errichtet, und es fanden Sanierungs- und Umbauarbeiten statt, um die Anlage in ein schlossähnliches Gebäude zu verwandeln. 1543 wurde die Burg durch kaiserliche Truppen während des Erbfolgestreits um Geldern schwer beschädigt. Mitte des 16. Jahrhunderts, um 1555, erfolgten Umgestaltungen, die möglicherweise unter der Leitung des herzoglichen Landesbaumeisters Alessandro Pasqualini stattfanden. Nach dem Tod des letzten Palant im Jahr 1591 und im Zuge des Dreißigjährigen Krieges begann der Verfall der Anlage. 1646 zerstörten kaiserliche Truppen die Galerie, um die Verteidigungsfähigkeit zu unterbinden.
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Lage: 50.8114, 6.2975