Die Reste der Ruine können besichtigt werden
Burgruine Nordenberg

Die Burg Nordenberg ist eine abgegangene Höhenburg auf 490 m ü. NHN bei Nordenberg, einem Gemeindeteil der Gemeinde Windelsbach im Landkreis Ansbach.Die Burg in Franken war von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis 1383 Sitz der Herren von Nordenberg, die als kaiserliche Reichsbeamte von Rothenburg den Titel „Reichsküchenmeister“ trugen.
Geschichte+
Auf Burg Nordenberg saßen mit den Reichsküchenmeistern von Nordenberg bedeutende Reichsministeriale. Der erste Angehörige des Geschlechts erscheint mit Lupold von Nordenberg im Jahr 1156. Aus dieser Zeit stammt auch die älteste, auf der Burgfläche aufgelesene Keramik. Konrad von Nordenberg beteiligte sich 1234/35 am Aufstand Heinrich VII. gegen seinen Vater Friedrich II. Nach dessen Niederschlagung gelangte Nordenberg zunächst an Graf Gottfried von Hohenlohe, der aber schon 1240 zugunsten des Reichsküchenmeisters Lupold I. verzichtete, der aus einem Geschlecht von Rothenburger Reichsministerialen stammte. Kaiser Ludwig der Bayer, mit dem sich die Nordenberger überworfen hatten, wies 1345 die Bürgerschaft der Stadt Rothenburg an, die Kaufsumme von 200 Haller zu bezahlen, da er die Burg gekauft hatte. Wie es scheint kam es aber nicht dazu. Wegen Überschuldung waren 1383 die Herren von Nordenberg aus der Lupolder Linie gezwungen, ihre Stammburg samt der umliegenden Orte an die Bürger und Räte der Reichsstadt Rothenburg für 7000 Gulden zu verkaufen. Diese veräußerte die Burg 1386 als Leibgeding an Heinrich Schenk von Leutershausen. Nachdem dieser aber 1390 auf seine Rechte an der Burg verzichtete, verwaltete die Stadt Rothenburg die Burg selbst durch Amtsleute. 1407 wurde die Burg im Konflikt über die Rothenburger Territorialpolitik von den Nürnberger Burggrafen Friedrich und Johann und dem Würzburger Bischof nach dreiwöchiger Belagerung eingenommen. Nordenberg ging danach an Burggraf Friedrich. 1408 ordnete König Ruprecht von der Pfalz die Rückgabe der Burgen an, befahl aber gleichzeitig deren Entfestigung. Diese wurde von der Stadt Rothenburg auch durchgeführt. Der Bergfried wurde dabei gesprengt, indem man ihn mit Pulver füllte und verdämmte, sodass heute seine Trümmer über das Hauptburgareal verstreut sind.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Castritus · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.4102, 10.2614