Privatbesitz
Burgruine Neuhausen

Die Burgruine Neuhausen befindet sich im Ortsteil Neuhausen der Gemeinde Berge im Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs.
Geschichte+
Die Geschichte Neuhausens reicht weit zurück: Bereits im Jahr 1147 wurde die Anlage während eines Kreuzzugs des Markgrafen Albrecht des Bären gegen die heidnischen Wenden zerstört. Eine erste urkundliche Erwähnung als „novum castrum prope Perleberg“ erfolgte 1318. Im Jahr 1334 gehörte Neuhausen zum Land Perleberg und wurde vom Markgrafen an Heinrich von Schwerin verpfändet. Nur elf Jahre später, 1345, belehnte Markgraf Ludwig I. den Ritter Nicolaus von Lobeck mit dem Besitz. Ab 1396 war die Familie von Rohr Eigentümerin. Im Jahr 1618 verkaufte diese Familie die Hälfte von Neuhausen an Georg von Winterfeld, der 1712 auch den verbliebenen Anteil erwarb. Johann Gebhard von Winterfeld ließ das Herrenhaus 1738 zu einer barocken Dreiflügelanlage umbauen, wobei Teile der alten Burg, wie Gewölbekeller, Kapelle und Tordurchfahrt, integriert wurden. Auch Elemente der Renaissanceanlage, darunter ein Turm, blieben erhalten. Weitere Umbauten und Sanierungen am Herrenhaus und Wirtschaftshof, inklusive der Aufstockung der Seitenflügel, fanden 1903 statt. 1944 ging der Besitz an die Familie von Busse über, die jedoch 1945 enteignet und vertrieben wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Gindele
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Lage: 53.2222, 11.8442