Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Montclair

Die Burg Montclair („Munzlar“) (lat. mons clarus = heller Berg) ist eine mittelalterliche Burgruine bei Mettlach, einer Gemeinde im Landkreis Merzig-Wadern (Saarland).
Die Burgruine der Höhenburg liegt rund 290 Meter über NN auf dem von der Saarschleife umflossenen hohen Bergrücken, dem so genannten Burgberg.
Zum Ausgang des 12. Jahrhunderts (wohl nach dem Jahr 1177) vergab der Trierer Erzbischof Arnold I. von Valancourt den Besitz als Lehen an Arnulf von Walecourt (Arnolphe de Walecourt), Vogt von Merzig, der dort die erste Burg "Munkler" - Montclair - (heute als Alt-Montclair bezeichnet) nahe der Ruine der alten fränkischen Höhenburg Burg Skiva (= Fels, von Erzbischof Poppo von Babenberg 1016 während der Moselfehde zerstört) errichtet hatte. Über den Hintergrund und die näheren Umstände der dadurch beigelegten Streitigkeiten zwischen dem Bistum Trier und Arnulf, der sich spätestens seit 1195 auch "Arnold de Monclir" nannte und wahrscheinlich mit einer Gräfin aus dem mächtigen Haus derer von Sponheim verheiratet gewesen war (möglicherweise einer Schwester des Grafen Heinrich von Sponheim), ist nichts bekannt. Die undatierte Urkunde, die den Konflikt beilegt, bezeugt nur, dass Arnulf dort eine Burg errichtet hatte, die der Bischof von Trier ihm nun als Lehen überträgt. Schließen kann man daraus, dass Arnulf in einer vorangegangenen Streitigkeit dem Bischof unterlag, und sich ihm nun "unterwerfen" muss. Als mit dem Tod von Irmgard von Montclair im Jahr 1218 das Erbe vakant wurde, fiel das Lehen an den Trierer Erzbischof zurück. Erzbischof Theoderich von Wied gab es noch im selben Jahr an die Herren von Joinville, da Irmgard in 2. Ehe mit Simon, Herrn von Joinville und Vaucouleurs, seit 1218 Herr von Montclair, 1224 auch als Seneschall der Champagne genannt, verheiratet gewesen war. Auf dem Erbweg gelangte das Lehen an Guy von Clermont und seine Nachkommen, die sich nun durchweg "Herren von Montclair" nannten, wie ihr Vorfahre Simon von Joinville seit 1218. Die Rechtsverhältnisse an der Burg, den damit verbundenen Lehen, Einkünften und sonstigen Rechten blieben strittig. Neben dem Bistum Trier erhob insbesondere der Herzog von Lothringen Ansprüche, so dass zum Beispiel 1344 Jakob von Montclair einer Aufteilung der Räume in der Burg zwischen ihm und Lothringen zustimmen musste.
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Lage: 49.4958, 6.5572