Schloss/BurgPerg-Mitterberg

Burgruine Mitterberg

Burgruine Mitterberg

Die Reste der Burgruine können besichtigt werden

Die Burgruine Mitterberg liegt etwa 3 km östlich der Stadt Perg auf einem Felshügel südwestlich der zur Katastralgemeinde Pergkirchen gehörenden Siedlung Mitterberg. Wenige hundert Meter südlich der Ruine liegt die Ortschaft Thurnhof.

Im 17. Jahrhundert wurden Steine der Burg zum Bau von Schloss Windhaag und Schloss Pragtal verwendet. Es sind daher nur mehr Teile der Ringmauer mit Rundtürmen und ein Stumpf des Bergfriedes erhalten. Ehemals war Mitterberg die größte Burg im Mühlviertel und 1278 bis 1491 Sitz des großen Landgerichtes Machland.

Die Feste war im Mittelalter die größte Burganlage des Mühlviertels und nach der Burg Schaunburg (Gemeinde Hartkirchen) die zweitgrößte im Gebiet des heutigen Oberösterreich.

Die Anlage erstreckt sich auf einer Länge von mehr als 200 Metern und hatte der Hauptburg vorgelagert drei Vorburgen. Eine detaillierte Beschreibung findet sich auf Martin Aigners Burgenseite

Bei Grabungen auf dem Areal der ehemaligen Burg wurden zahlreiche Keramikfragmente freigelegt, die sich heute in der Sammlung des Heimathauses Stadtmuseum Perg (Sammlung Leopold Mayböck) befinden.

Besitzer und Lehnsnehmer der Herrschaft Mitterberg+

Der Name der Burg ist erstmals 1165 belegt. Die Erbauer und ersten Besitzer waren sehr wahrscheinlich die Herren von Perg. Sie fiel spätestens nach deren Aussterben 1191 an den babenbergischen Landesherrn. Wahrscheinlich gehörte die Burg zu jenen Gütern, die 1180 vom Babenberger Herzog Leopold V. eingezogen und später wieder an Friedrich II. von Perg als Lehen überlassen wurde. 1208 saßen Gumpold und Marquard von Mitterberg auf der Burg. Eine Verwandtschaft mit den Herren von Perg und Machland ist eher unwahrscheinlich.

Weitere Geschlechter auf Mitterberg waren insbesondere die Kapeller, Wallseer, die Zelkinger und Prüschenken.

1277 erhielt Ulrich II. von Kapellen von König Rudolf I., Herzog von Österreich die Burg Mitterberg als landesfürstliches Lehen und etwas später zusätzlich das Landgericht Machland. 1279 wurde er Hauptmann ob der Enns. Herzog Albrecht I. von Österreich erneuerte die Belehnung der Kapeller. Das Landgericht wurde 1318 und 1386 an die Herren von Kapellen verpfändet.

Hans I. von Kapellen (auch Janns von Capellen genannt) errichtete 1351 im inneren Burghof von Mitterberg eine Marienkapelle, wobei in diesem Zusammenhang die Pfarre Pergkirchen dafür mit Gütern in Kreuzen und Mitterkirchen entschädigt werden musste. Der geistliche Lehnsherr der Pfarrkirche Pergkirchen, der Abt von Stift Melk, bewilligte hierauf den Kapellern einen Kaplan für ihre Burgkapelle.

Da eine der Töchter des letzten Kapellers (Eberhard II. von Kapellen († 1406), (Dorothea von Kapellen († um 1426), den Liechtensteiner Hartneid V., († 1427) heiratete, kam Mitterberg zunächst an diese und später an die Wallseer beziehungsweise die Zelkinger und verblieb bis zum Ende des 15. Jahrhunderts in deren Besitz.

1491 wurde ein kleinerer Teil der Herrschaft Mitterberg mit der teilweise schon zur Burgruine verkommenen Burg vom Landgericht Machland abgetrennt und dem von Kaiser Friedrich III. neu geschaffenen Landgericht Windhaag angegliedert, das damals den Pragern gehörte. Der größere Teil der Herrschaft Mitterberg und das Landgericht fielen an die Brüder Sigmund und Heinrich Prüschenk, die späteren Grafen von Hardegg und im Machland. Diese hatten 1491 bis 1493 die Greinburg, ursprünglich Heinrichsburg genannt, erbaut. In Mitterberg blieb vorerst ein Pfleger. Schließlich wurde die Burg ganz aufgegeben und verfiel immer mehr. Um 1560 wurden Teile davon abgetragen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Clemens Beutler (oder Beuttler) / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.2532, 14.6588