Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Hinterburg

Die Burgruine Hinterburg, auch als Alt-Schadeck bekannt, ist ein Bauwerk in Neckarsteinach. Als älteste der vier Burgen der Region ist sie der Stammsitz der Edelfreien von Steinach.
Geschichte+
Der Bau der Hinterburg begann um 1100, vermutlich als Lehen der Bistümer Worms oder Speyer. Zwischen 1142 und 1165 wird Bligger von Steinach als Burgherr genannt. Sein Sohn, der Minnesänger Bligger II. von Steinach, erweiterte die Anlage zu einer Stauferburg. Nach dem Aussterben der älteren Linie derer von Steinach um 1270 wurde die Burg 1272 durch Bischof Heinrich von Speyer an Gläubiger verpfändet. Bereits 1344 war die Burg verlassen oder verfallen, woraufhin Bischof Gerhard von Speyer einen Wiederaufbauvertrag mit Peter von Mur schloss. Karl IV. bestätigte 1366 das Eigentum des Bischofs von Speyer. Im Jahr 1375 erhielt Contz Münch von Rosenberg die Burg als Lehen. Später, 1418, überließ Bischof Raban von Speyer die Burg seinem Vetter Wilhelm von Helmstatt auf Lebenszeit. Nach dessen Tod 1426 ging das Lehen an Weiprecht III. von Helmstatt, der die inzwischen erneut verfallene Burg renovieren musste. Nach Auseinandersetzungen wurde 1427 ein Burgfrieden zwischen den Helmstatt und den Landschad von Steinach vereinbart. Weiprecht von Helmstatt verantwortete Umbauten. Nach seinem Tod 1490 ging das Lehen an seinen Neffen Martin von Helmstatt und später an dessen Töchter Mia und Gertrud, wodurch die Burg geteilt wurde. Heinrich VII. von Handschuhsheim erwarb 1497 die Hälfte der Landschad. Sein Sohn Philipp führte 1529 weitere Bauarbeiten durch.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Dr. Gebhard Gaukler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.4096, 8.8274