Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Henneburg
In Stadtprozelten im Landkreis Miltenberg in Bayern steht die Burgruine Henneburg, eine staufische Höhenburg. Die Anlage, einst ein strategisch wichtiger Punkt am Main, reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück.
Geschichte+
Die Ursprünge der Henneburg, die ursprünglich Burg Prozelten hieß, reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Timo de Bratselde, Vogt des Stiftes St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg, gilt als Gründer des Burgbezirks und Initiator eines Vorläuferbaus. Später übernahm Conradus Colbo, Mundschenk Kaiser Friedrich Barbarossas, die Herrschaft. Romanische Mauerreste im großen Bergfried und östlichen Palas stammen aus dieser frühen Bauphase. Im 13. Jahrhundert wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, darunter die Grafen von Wertheim, Hanau und Henneberg. Im Jahr 1320 gelangte der gesamte Besitz in die Hände des Deutschen Ordens, der die Burg für etwa 150 Jahre hielt und umfangreiche gotische Umbauten vornahm. Dazu gehörten der Bau des kleinen Bergfrieds und des westlichen Palas sowie die Errichtung von Verteidigungsanlagen für Pulverwaffen. Im Jahr 1484 tauschte der Deutsche Orden die Burg mit dem Erzstift Mainz. Ab 1493 begannen erste Verfallserscheinungen, die durch ein Unwetter verstärkt wurden.
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Lage: 49.7875, 9.4137