Privatbesitz
Burgruine Groß-Vernich

Die Burgruine Groß-Vernich, eine einst zweiteilige Wasserburg in Weilerswist, im Kreis Euskirchen, ist seit dem 18. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben.
Geschichte+
Der Name Vernich geht auf die Edelherren von Vernich zurück, eine Nebenlinie des Hauses Tomburg. Ursprünglich existierte eine ältere Burg der Familie südlich von Groß-Vernich, die erstmals 1342 erwähnt wurde, als sie dem Grafen von Jülich übereignet wurde. Mitte des 14. Jahrhunderts errichtete Johann Brent von Vernich eine neue Burg. Diese wurde 1370 von den Kölnern belagert, da Johanns Sohn Reinhard als Raubritter bekannt war. Unter dessen Sohn Goswin, ebenfalls ein Raubritter, erlitt die Burg 1460 so schwere Zerstörungen, dass er sie wieder aufbauen und Frieden mit Köln schließen musste. Nach dem Aussterben der Familie Vernich verfiel die alte Burg, und die Herrschaftsrechte gingen auf die Burgen Groß-Vernich und Klein-Vernich über. 1541 wurde Daem von Orsbeck neuer Lehnsherr, dessen Nachkommen hohe Ämter im Herzogtum Jülich bekleideten. Johann Hugo von Orsbeck zu Vernich, 1634 auf der Burg geboren, wurde später Kurfürst und Erzbischof von Trier.
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Lage: 50.7414, 6.8337