Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgruine Galenbeck

Im Jahre 1277 wurde das Dorf erstmals in einer Urkunde als Golenbeke erwähnt, 1392 "stede to Golenbeke". Der Ort entstand um die sich hier befindliche Burg der Familie von Rieben. Die Niederungsburg befindet sich in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Gutshof, 200 m südwestlich der Kirche am Rande der sumpfigen Uferzone des Galenbecker Sees. Die Burg bestand aus einer Vor- und einer Hauptburg. Zur Hauptburg gehörte der Turmhügel, der Bergfried und der Wohnturm. Errichtet wurde die Burg in drei Bauphasen. 1236–1250 wurde ein quadratischer Turmhügel von 24 m Seitenlänge errichtet. Dieser war von einem einfachen Graben-Wall-System umgeben. Der Graben stand mit dem Galenbecker See in Verbindung und war somit mit Wasser gefüllt. Auf dem Hügel stand ein hölzerner Turm, den eine Palisade umgab. Diese Anlage fiel den Flammen zum Opfer. Von 1250 bis 1390 wurde ein steinerner, quadratischer Wohnturm errichtet und eine neue Palisade aus Eichenbohlen gebaut.
In der dritten Bauphase von 1390 bis 1453 wurde der runde Bergfried und der Palas errichtet. Der quadratische Wohnturm wurde z. T. abgetragen. In die Mauerstärke des Wohnturmes wurde eine Treppe eingebrochen. Dadurch diente der Rest des Turmes als Treppenturm für den Palas zum Aufstieg zum runden Bergfried, der über eine Holzbrücke vom Wohnturm aus zu erreichen war, sowie im unteren Teil als Keller. Ein Stralsunder Bürgeraufstand eroberte und zerstörte 1453 die Befestigungsanlagen der Burg. Heute sind nur noch Reste der Umfassungsgräben und des runden Bergfrieds aus Back- und Feldstein erhalten.
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Lage: 53.6225, 13.7060