Die Reste der Burg können besichtigt werden
Burgruine Bohlingen

Die Burgruine Bohlingen, einst auch als Feste auf der Burghalde bekannt, ist eine Spornburgruine im Singener Stadtteil Bohlingen im Landkreis Konstanz. Ihre Geschichte ist eng mit den lokalen Adelsgeschlechtern und kirchlichen Institutionen verbunden.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Bohlingen reichen bis ins Jahr 1175 zurück, als sie als Sitz der Bohlinger Ortsadeligen diente, die als Ministeriale dem Bischof unterstanden. Im 14. Jahrhundert ging der Besitz an die Herren von Homburg über. Eine erste urkundliche Erwähnung einer „vesty by der Kilchen“ erfolgte im Jahr 1455, als die Burg in den Besitz des Klosters Salem überging. Später gehörte sie den Grafen von Sulz, bevor das Kloster Konstanz sie 1497 zurückerwarb. Im Jahr 1512 wurde sie als „Baltzbronn-Schloss“ bezeichnet, und 1535 ist ein „Neues Haus“ im Kontext der Burg erwähnt. Die Burg wurde 1640 während des Dreißigjährigen Krieges durch Konrad Widerholt zerstört. 1687 wurde die Genehmigung zum Abbruch von Teilen der Anlage für den Bau einer Kirche erteilt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ein rechteckiger Turm an der Ostseite abgebrochen, und 1990 entstand nördlich des verbliebenen Turms ein Neubau anstelle eines älteren Gebäudes.
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Lage: 47.7205, 8.8944