Die Burgruine kann besichtigt werden
Burgruine Beetzendorf

Die Burg Beetzendorf, früher auch Becendorf genannt, ist die Ruine einer Niederungsburg (Sumpfburg) in der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geschichte und Anlage+
Die Burg entstand um 1140 in sumpfigen Gelände. Die erste Erwähnung erfolgte nach einer Urkunde um 1204, wo die Burganlage von der Familie von Kröcher pfandweise in die Hände der Familie von der Schulenburg kommt. 1319 waren noch die von Kröcher im Pfandbesitz der Burg Beetzendorf, mit der sie in den Dienst von Otto II. dem Strengen traten. 1323 wurde in einem Vertrag erwähnt, dass Otto der Milde das Schloss Beetzendorf erworben hatte, was im Zeitraum von 1319 bis 1322 geschehen sein muss. 1332 beurkundeten die Ritter Bernhard I von der Schulenburg, Dietrich II von der Schulenburg und Werner III von der Schulenburg auf der Burg zu Beetzendorf eine Stiftung. 1340 erfolgte eine erste Realteilung der Burg Beetzendorf zwischen dem schwarzen und dem weißen Stamm des Geschlechts von der Schulenburg, den damaligen Besitzern der Burg. Aus diesem Jahr ist neben der ersten sicheren Erwähnung der von der Schulenburg als Besitzer der Burg Beetzendorf auch die älteste bekannte Erwähnung einer Kapelle auf der Burg, deren Patrozinium nicht mehr bekannt ist. Ab 1343 war nach Dehio die Burg im Besitz des Geschlechts derer von der Schulenburg, nachdem sie ihren Stammsitz, die Schulenburg bei Stappenbeck nahe Salzwedel, verlassen hatten. Beetzendorf wurde in den folgenden Jahrhunderten zum Familienhauptsitz des Geschlechts. Die Besitzungen hier und in Apenburg waren ihre Stammgüter, die den Kern ihrer Grundherrschaft bis ins 19. Jahrhundert sicherten. 1424 stifteten die Brüder Bernhard VI (1406–1453 urkundlich erwähnt) und Werner VIII (ab 1411 urkundl.; † 1447 oder 1448) von der Schulenburg, Söhne von Heinrich II von der Schulenburg, eine Kapelle auf der Burg, die Maria (Mutter Jesu) geweiht war und wahrscheinlich im Zuge der Reformation wieder aufgegeben wurde. Bis um 1600 erhielt die Burg Beetzendorf einen festungsartigen Ausbau mit Wassergräben. Die Burganlage wertete das Geschlecht auf, das von da an als schlossgesessen, zur oberen Stufe des altmärkischen Adels gehörte. Von der zweiten Hälfte des 16.
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Lage: 52.7042, 11.0950