Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgruine Alt-Morungen
Westlich des Dorfes Morungen, einem Ortsteil von Sangerhausen in Sachsen-Anhalt, liegt die Burgruine Alt-Morungen, eine einstige reichsunmittelbare Ministerialenburg. Die Anlage, die lange als Geburtsort des Minnesängers Heinrich von Morungen galt, ist seit dem 13. Jahrhundert eine Ruine.
Geschichte+
Erste Erwähnungen der Burg stammen aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, als Graf Goswin der Ältere von Leige als Besitzer genannt wurde. Um 1030 übergab er die Burg als Mitgift an seine Tochter Sigena, die Wiprecht, den Herrn des Balsamer Landes, heiratete. Deren Sohn, Wiprecht von Groitzsch, erlangte zunächst großen Einfluss am Kaiserhof. Später geriet er jedoch in Konflikt mit dem Kaiserhaus, und um seinen gefangenen Sohn auszulösen, musste er 1112 seine Besitzungen in Morungen an Kaiser Heinrich V. zurückgeben. Dieser belehnte daraufhin Graf Hoyer von Mansfeld mit der Burg. Nach der Schlacht am Welfesholz 1115, in der Hoyer fiel, erhielt Wiprecht seine Besitzungen zurück. 1157 verkaufte die Familie von Groitzsch die Herrschaft an Kaiser Friedrich I. Ab dieser Zeit traten die Herren von Morungen als Burgmannen in Erscheinung, aus deren Geschlecht möglicherweise der Minnesänger Heinrich von Morungen stammte.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Alt-Morungen_6.JPG
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Lage: 51.5146, 11.2277