Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgrest Winzenburg

Die Burg Winzenburg war eine Spornburg auf einem Bergsporn des Sackwaldes oberhalb von Winzenburg, südöstlich von Alfeld (Leine). Heute ist die Anlage eine Burgruine, die hauptsächlich aus den Resten des fünfeckigen Bergfrieds besteht.
Baubeschreibung+
Die Burg bestand aus der Hauptburg auf einem Wohnhügel, einem großen Hof sowie dem vorgelagerten fünfeckigen Bergfried. Sie war eine besonders stark ausgebaute Festung mit einem spitzovalen Grundriss von 200 m Länge und 80 m Breite. Die Hauptburg am Südwestende bestand aus einem oder mehreren Wohngebäuden, einer Zisterne sowie einer Kirche. Im Ostteil der Anlage findet sich heute der Rest des fünfeckigen Bergfrieds, der zwischen 1130 und 1150 entstand. 1230 wurde der Turm um ein Stockwerk erhöht. Auf dem früheren Wohnhügel ist der Burgbrunnen rekonstruiert worden, bei dem es sich um eine Zisterne gehandelt hat. Das Wasser wurde von den unterhalb liegenden Apenteichquellen per Esel auf dem Eselssteig hoch zur Burg gebracht. Die Quellen speisten die 1220 angelegten Apenteiche. Die Quellen waren ein heidnischer Kultbereich, in dem etwa 5.000 Jahre alte Opfergaben gefunden wurden.
Die Burg war bei ihrer Entstehung in der Mitte des 9. Jahrhunderts ursprünglich ein Ringwall. Zur Zeit des Hildesheimer Bischofs Otto I. von Braunschweig-Lüneburg (1260−1279) wurde sie ummauert. Der erste größere Ausbau erfolgte im 12. Jahrhundert.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1109, als der Formbacher Hermann I. sie von seinem Onkel, dem Hildesheimer Bischof Udo von Gleichen-Reinhausen als Lehen erhielt und sich nach ihr …
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Lage: 51.9432, 9.9450