Die Reste der Burgruine können besichtigt werden
Burgrest Eichelsheim
Der Burgrest Eichelsheim, einst auch als Veste Mannheim bekannt, war eine Zollburg am Rhein, deren Überreste heute im Mannheimer Stadtteil Lindenhof zu finden sind. Die Anlage diente zeitweise sogar als Gefängnis für einen Gegenpapst.
Geschichte+
Die Ursprünge der Befestigung Eichelsheim reichen bis ins Jahr 1265 zurück, als sie erstmals als Zollstätte mit einem einzelnen Turm erwähnt wurde. Ihr Name soll auf die einst dichten Eichenwälder in der Umgebung hindeuten. Der Bau der Burg begann im Jahr 1353, und in den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage erweitert. Sie diente auch als Prägestätte für den „Mannheimer Pfennig“. Eine Episode war die Gefangenschaft des Gegenpapstes Johannes XXIII. von 1416 bis 1419 auf der Burg. Zu dieser Zeit bestand die Anlage neben Wohn- und Verwaltungstrakten mit Kapelle aus einem festen Turm, in dem der Papst inhaftiert war. Im Jahr 1600 wurde die Burg als Bauwerk mit Wassergraben, bewehrtem Tor und zwei Tortürmen beschrieben, wobei der Kernbereich eine Wasserburg mit vier Rundtürmen umfasste. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1622 von Tillys Truppen belagert und vom Festungskommandanten Sir Horace Veer in Brand gesetzt, jedoch von den Angreifern gelöscht und repariert.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Reste_Burg_Eichelsheim.JPG
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Lage: 49.4739, 8.4641