Die Reste der Burg können besichtigt werden
Burgrest Delmenhorst

Die Wasserburg Delmenhorst lag strategisch auf der „Burginsel“ in der Stadt Delmenhorst in Niedersachsen. Fast fünf Jahrhunderte bildete diese Anlage das Zentrum des städtischen Lebens und war ein Stützpunkt der Oldenburger Grafen.
Geschichte+
Nach den Stedingerkriegen im Jahr 1234 begannen die Oldenburger Grafen mit der Errichtung einer Wasserburg in der sumpfigen Delmeniederung. Diese Anlage, ursprünglich ein kleiner Hof namens „De Horst“, war von zwei Gräften umgeben und diente der Sicherung des eroberten Stedinger Gebiets. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 27. Juli 1259, als Graf Johann I. von Oldenburg die Burg bei einem Landverkauf als „in castro nostro Delmenhorst“ bezeichnete. Von 1281 bis 1436 gehörte die Herrschaft Delmenhorst der älteren Linie der Grafen von Delmenhorst, bevor sie an die Grafschaft Oldenburg zurückfiel. Zwischen 1440 und 1482 war Graf Gerd der Mutige Herrscher über Delmenhorst, danach fiel das Gebiet an Münster. Im Jahr 1547 gelang es Graf Anton I. von Oldenburg, die Herrschaft und Grafschaft zurückzuerobern. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einem Renaissance-Schloss mit einem Lustgarten ausgebaut. 1667 wurden die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst dänisch. Im 17. Jahrhundert setzte der Verfall des Schlosses ein. Ab 1711, nachdem die Grafschaft an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verpfändet worden war, wurde das Schloss zum Abbruch verkauft.
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Lage: 53.0456, 8.6271