Militärakademie
Burg Wiener Neustadt

Die Burg Wiener Neustadt ist heute vor allem als Sitz der Theresianischen Militärakademie bekannt. Ursprünglich als mittelalterliche Festung errichtet, hat sie zahlreiche Umgestaltungen und Zerstörungen erlebt, die ihre heutige Gestalt prägten.
Geschichte+
Die erste Befestigung in Wiener Neustadt entstand um 1193/94, finanziert aus dem Lösegeld für Richard Löwenherz, parallel zum Bau der Stadtmauer. Diese frühe Anlage, deren genauer Standort unbekannt ist, wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts durch einen Neubau an der heutigen Stelle ersetzt, initiiert von Leopold VI. Aufgrund des sumpfigen Untergrunds wurde sie auf Holzpfählen errichtet. Unter Friedrich II. dem Streitbaren erhielt sie einen Wassergraben, Außenmauern und Ecktürme. 1246 ereignete sich östlich der Burg die Schlacht an der Leitha, bei der Friedrich II. fiel. Nach einem Erdbeben im Jahr 1348, das die Burg zum Einsturz brachte, begann Leopold III. 1378 mit einem vergrößerten Wiederaufbau. Im Auftrag von Herzog Ernst und später Friedrich III. wurden die Gottleichnamskapelle und die Sankt Georgskapelle hinzugefügt. Die Burg war auch Schauplatz der Belagerung durch die Stände im Zuge des Mailberger Bundes und später durch Matthias Corvinus im Jahr 1486. Unter Maximilian I. verlor sie ihren Status als dauerhafte Residenz.
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Lage: 47.8088, 16.2456