Privatbesitz
Burg Vlatten

In Vlatten, einem Ortsteil von Heimbach in Nordrhein-Westfalen, befindet sich die Burg Vlatten, eine historische Wasserburg. Ihre Geschichte ist eng mit einer karolingischen Königspfalz verbunden, die einst in unmittelbarer Nähe existierte und von Ludwig dem Frommen und Lothar I. frequentiert wurde. Die Burg Vlatten erfuhr zahlreiche Veränderungen.
Geschichte+
Im Mittelalter entstanden in Vlatten zwei Burgen, die als Ober- und Unterburg bekannt waren. Die Oberburg, die südliche der beiden Anlagen, wurde 1331 von Johann I. von Vlatten-Merode erworben. Seine Nachfahren nannten sich fortan „von Vlatten“. Im 14. Jahrhundert wurde eine Burganlage errichtet, deren Reste bis heute erhalten sind. Sie bestand aus einer rechteckigen Hauptburg mit Türmen und einer unregelmäßigen Vorburg, umgeben von Wassergräben. Nach dem Tod Reiners I. von Vlatten im Jahr 1448 kam es durch Heirat und Erbschaft zu einer Aufteilung der Oberburg zwischen den Familien von Vlatten und von Schwarz-Bongard. Im 16. Jahrhundert fiel der Vlattener Anteil an die Familie von Gymnich. Durch weitere Eheschließungen wechselten die Besitzverhältnisse mehrfach, bis Clemens August von Syberg 1787 die Burg wieder in einer Hand vereinte. Nach weiteren Eigentümerwechseln im 19. Jahrhundert erwarb Julius Rütgers das Anwesen, das er seiner Tochter Emilie, verheiratet mit Generalmajor Ernst Freiherr von Gagern, schenkte. Die Hauptburg verfiel bereits im 18. Jahrhundert zur Ruine. Im 19.
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Lage: 50.6507, 6.5487