Privatbesitz
Burg Vichtenstein

Die Höhenburg Vichtenstein erhebt sich weithin sichtbar oberhalb des Donautals im oberösterreichischen Sauwald.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Vichtenstein werden um das Jahr 1100 vermutet und sie gehörte einst zur Grafschaft Formbach. Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1116, als sich die Grafen von Formbach auch „von Vichtenstein“ nannten. Hedwig von Vichtenstein, aus dem Geschlecht der Formbacher, brachte die Herrschaft Vichtenstein als Mitgift in ihre Ehe mit Engelberg Graf zu Hall und Wasserburg ein. Ihr Enkel Konrad verpflichtete sich 1218 zu einem Kreuzzug. Um die Reisekosten zu decken, verpfändete er seinen Besitz an das Bistum Passau, unter der Bedingung, dass dieser bei seiner Rückkehr oder Kinderlosigkeit an das Bistum fallen würde. Nach seiner Rückkehr weigerte sich das Bistum Passau, die Burg zurückzugeben, was zu einer langwierigen Fehde führte. Konrad sperrte die Donau und erhob Zölle, was ihm die Exkommunikation und zeitweise die Reichsacht einbrachte. Ein Vergleich im Jahr 1224 sprach ihm den Palas zu, während der Bergfried unter passauischer Verwaltung blieb. Im Jahr 1245 verzichtete Graf Konrad endgültig zugunsten des Bistums Passau auf die Burg und die dazugehörige Grundherrschaft. Das Bistum Passau verwaltete die Burg durch Pfleger oder Burggrafen. Im Jahr 1367 verkaufte der Passauer Stadtrichter Andreas Haller die Burg an Friedrich von Puchberg, was eine weitere Fehde auslöste. Später verpfändete der Bischof von Passau die Burg an die Edlen von Schaunberg. Nach deren Niederlage gegen Herzog Albrecht III.
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Lage: 48.5290, 13.6524