Schloss/BurgTangermünde

Schloss Tangermünde

Schloss Tangermünde

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Die Burg Tangermünde, auch Schloss Tangermünde genannt, ist eine teilweise erhaltene Burg in der Stadt Tangermünde an der Elbe im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Sie wurde als eine der frühesten Burgen der Mark Brandenburg bereits um 925 als Grenzfeste an der Elbe angelegt. Sie diente in der Folge den askanischen Markgrafen als Sitz bzw. Reisepfalz. Unter Kaiser Karl IV. wurde sie um 1373 zur märkischen Hauptresidenz ausgebaut. Auch der erste Hohenzoller, Burggraf Friedrich von Nürnberg, residierte nach seiner Ernennung zum Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg 1415 meist in Tangermünde. Danach wurde die Burg zum Verwaltungsmittelpunkt der Altmark und der Prignitz. 1640 brannten schwedische Truppen sie im Dreißigjährigen Krieg nieder. 1699 wurde in der nur teilweise erhaltenen Anlage ein Amtshaus erbaut.

Geschichte+

Die Burg wurde um 925 von den askanischen Markgrafen erbaut. Vermutlich diente sie zur Grenzüberwachung an der Tangermündung in die Elbe. 1009 wurde die Burg Tanger erstmals in einer Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt. Im 10. und 11. Jahrhundert war sie Reichsburg und sicherte die deutsche Reichsgrenze an der Elbe. Im 13. Jahrhundert entstand die Stadt Tangermünde. In der Zeit der Mark Brandenburg unter den Askaniern diente die Burg den Markgrafen als einer der Sitze ihrer zeitüblichen Reiseherrschaft, neben den altmärkischen Burgen Osterburg, Salzwedel, Arneburg und Werben; östlich der Elbe waren nur die seit dem 8. Jahrhundert bestehende Brandenburg an der Havel sowie Havelberg Anlaufstellen. Bei ihren Aufenthalten auf der Burg Tangermünde begannen die Markgrafen, die Colbitz-Letzlinger Heide als Jagdrevier zu nutzen.

Am 7. September 1373 zog Kaiser Karl IV. in die Burg ein, nachdem er seinen 12-jährigen Sohn Wenzel zum brandenburgischen Kurfürsten ernannt hatte. Zuvor hatte er das Land den Wittelsbachern abgekauft; ihm ging es dabei vor allem um die Kurstimme Brandenburgs (die böhmische hatten die Luxemburger schon), mit deren Hilfe künftig die Wahl von Kaisern aus dem Haus Luxemburg gesichert werden sollte. Der Kaiser ließ die Burg im folgenden Jahr schlossähnlich ausbauen. Er hatte Tangermünde, das von seinen böhmischen Stammlanden und seiner Hauptresidenz Prag per Schiff über die Moldau und die Elbe bequem zu erreichen war, als brandenburgische Hauptstadt anstelle des älteren Fürstensitzes Brandenburg an der Havel auserkoren, von der aus die nordöstlichen Territorien des Hauses Luxemburg regiert werden sollten. 1377 wurde die (1371 erstmals erwähnte) Schlosskapelle in ein Kollegiatstift umgewandelt. Jedoch hielten sich weder Kaiser Karl noch sein Nachfolger Wenzel noch dessen Halbbruder Sigismund, an den Wenzel 1378 Brandenburg abtrat, für längere Zeit in der Burg Tangermünde auf. Nach dem Tod Kaiser Karls IV. kam es zu einer unruhigen Entwicklung in der Mark, bis Sigismund, seit 1411 römisch-deutscher König, 1415 die Hohenzollern gegen entsprechende Zahlung mit Land und Kurhut belehnte; sie sollten die von einem rebellischen Adel beherrschte Mark befrieden. Der Burggraf von Nürnberg, Friedrich I., residierte als neuer brandenburgischer Kurfürst ebenfalls meist in Tangermünde, das über Elbe und Saale bis etwa Naumburg schon die Hälfte der Wegstrecke nach Nürnberg und zur Cadolzburg auf dem Wasserweg ermöglichte.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=894

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Lage: 52.5428, 11.9775