Freizeitheim der evangelischen Kirchengemeinde in Pforzheim
Burg Steinegg

In Neuhausen-Steinegg im Enzkreis, Baden-Württemberg, erhebt sich die Burg Steinegg, eine spätmittelalterliche Anlage, die nach einer Phase des Verfalls wieder aufgebaut und einer neuen Nutzung zugeführt wurde.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Steinegg liegen in einer hochmittelalterlichen Höhenburg, die auf einer terrassierten Kuppe hinter dem heutigen Bauwerk stand. Adalbert von Steinegg, ein Ministeriale der Grafen von Calw, gilt als ihr Erbauer. Im Jahr 1324 ging die Höhenburg samt Herrschaft an Wolf I. vom Stain über. Nach der Niederschlagung des Schleglerbundes wurde die Herrschaft und die Burg an Dieter von Gemmingen verkauft, der das Schleglerschloss bezog. Sein gleichnamiger Sohn errichtete unterhalb der alten Höhenburg, von der heute nur noch Fundamente erhalten sind, eine neue Burg. Er erhielt zudem mehrere Dörfer und Waldgebiete als Lehen. Die Burg diente als Sitz der Herren von Gemmingen-Steinegg und entwickelte sich von einer wehrhaften Anlage zu einem Schloss. Eine Schlosskapelle wurde um 1520 hinzugefügt, gefolgt von der Waldkapelle Hamberg im frühen 18. Jahrhundert. Der letzte Bewohner, Julius von Gemmingen-Steinegg, verließ die Burg 1835 und übergab sie seinen Söhnen Eduard und Gustav.
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Lage: 48.8150, 8.7871