Museum
Burg Rückingen (Erlensee)

Die Burg Rückingen in Erlensee ist der erhaltene Teil einer ehemaligen Wasserburg im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie beherbergt heute ein Heimatmuseum.
Geschichte+
Bereits im 10. Jahrhundert soll an dieser Stelle eine Burganlage existiert haben. Die erste urkundliche Erwähnung der Wasserburg Rückingen als „castri Ruggingin“ datiert auf das Jahr 1248. Ursprünglich war die Burg ein mainzisches Lehen der Herren von Brauneck, bevor sie 1463 an die Grafen von Isenburg überging. Als Afterlehen wurde sie an die verwandten Herren von Rückingen und Rüdigheim vergeben. Im Jahr 1405 wurde die Burg von König Ruprecht zerstört, da Johann von Rüdigheim als Raubritter die Schifffahrt auf Main und Kinzig beeinträchtigte. Ein Wiederaufbau war zunächst untersagt. Im Ritterkrieg von 1522 erlitt die Burg erneut Zerstörung durch Landgraf Philipp von Hessen. Nach einem Wiederaufbau im Jahr 1569, belegt durch einen Wappenstein, wurde die Anlage im Dreißigjährigen Krieg vermutlich erneut beschädigt. Nach dem Aussterben der Herren von Rüdigheim im Jahr 1666 und mehreren Besitzerwechseln fiel die Burg 1756 an Isenburg zurück. Ab dem 19. Jahrhundert in Privatbesitz, diente sie ab etwa 1860 als landwirtschaftlicher Betrieb, wobei die Burggräben verfüllt wurden. Nach dem Erwerb durch die Gemeinde Erlensee wurde 1983 das Heimatmuseum eröffnet.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.1550, 8.9942