Die Burg kann besichtigt werden
Burg Posterstein
Die Burg Posterstein, eine Höhenburg, steht auf einem Felsvorsprung über dem rechten Ufer der Sprotte in Posterstein. Im Altenburger Land in Thüringen gelegen, vereint sie mittelalterliche Ursprünge mit späteren Renaissance- und Barockumbauten.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Posterstein reichen ins späte 12. Jahrhundert zurück, als sie als kleine Ministerialenburg entstand. In dieser Zeit des hochmittelalterlichen Landesausbaus östlich der Saale-Elbe-Linie, gefördert durch Könige wie Konrad III. und Kaiser Friedrich I. Barbarossa, wurden zahlreiche kleine Herrschaften durch Ministerialen besetzt. Ein Gerhardus de Nubudiz, der mehrfach in Urkunden erscheint, wird 1191 zusammen mit seiner Mutter Mechthild de Steinne erwähnt. Neuere Forschungen legen nahe, dass die Burg Posterstein der älteste Sitz dieser Familie war, die sich ab 1222 „de lapide“ (von Stein) nannte. Aus dieser frühen Phase stammen die erhaltenen Ringmauern und der 12 Meter hohe Bergfried. Ende des 13. Jahrhunderts erlangten die Vögte von Weida die Lehnsherrschaft, die bis ins 17. Jahrhundert umstritten blieb. 1442 erwarb Nickel Puster die Herrschaft, und unter seiner Familie, die der Burg ihren heutigen Namen gab, begannen Umbauarbeiten zur Schaffung einer wohnlicheren Anlage. Die Familie Pflugk setzte die Umgestaltung fort und verwandelte die mittelalterliche Burg ab 1528 in ein Renaissanceschloss, wovon der Wendelstein von 1575 zeugt. Weitere barocke Umbauten erfolgten von 1684 bis 1701, die der Burg ihr heutiges Erscheinungsbild gaben.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 50.8631, 12.2528