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Museum
Burg Mylau

In Mylau im Vogtlandkreis steht die Burg Mylau, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Wehranlagen Sachsens. Ihre Geschichte reicht bis in die Zeit der deutschen Ostkolonisation zurück.
Geschichte+
Die Errichtung der Burg Mylau erfolgte wahrscheinlich um 1180 unter Kaiser Barbarossa als Herrschaftssitz, um die Besiedlung des Umlandes durch fränkische Siedler zu sichern. Unter ihrem Schutz entwickelte sich unter anderem der Markt Reichenbach. Die ersten Herren von Milin wurden 1214 urkundlich erwähnt. Nach dem Vogtländischen Krieg erzwang Kaiser Karl IV. 1367 den Verkauf an die böhmische Krone. Im selben Jahr besuchte er die Burg, verlieh Mylau das Stadtrecht und richtete ein königlich-böhmisches Amt ein. Er und seine Söhne, Wenzel IV. und Sigismund, erweiterten die Anlage baulich. Teile der Burg wurden 1400 bei einer Fehde zerstört, woraufhin zwei Vorburgen entstanden. 1422 verpfändete Sigismund die Burg an die sächsischen Kurfürsten als Dank für deren Unterstützung in den Hussitenkriegen. Mit Ausnahme einer kurzen Periode (1547-1569) verblieb sie bei Sachsen. Unter der Familie von Schönberg wandelte sich die Burg Ende des 16. Jahrhunderts von einer Wehr- zu einer Wohnburg. Nachdem sie 1772 als Adelssitz aufgegeben wurde, gelangte sie in bürgerlichen Besitz.
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Lage: 50.6183, 12.2655