Örtliche Behörden
Burg Meiningen

In der heutigen Kreisstadt Meiningen in Thüringen stand einst die Burg Meiningen, eine ehemalige Stadtburg. Bis zu ihrer Schleifung im Jahr 1682 prägte sie das Stadtbild, bevor an ihrer Stelle das barocke Schloss Elisabethenburg errichtet wurde. Ursprünglich als Wasserburg am nordwestlichen Rand der historischen Altstadt gelegen, nutzte sie eine Furt an der Werra.
Geschichte+
Die genaue Entstehungszeit der Burg Meiningen ist unbekannt, wird aber aufgrund ihrer strategischen Bedeutung für die Mark und das Königsgut Meiningen sowie eine Werrafurt vor dem Jahr 1000 vermutet. Es wird angenommen, dass bereits während der Ungarneinfälle zwischen 899 und 955 eine einfache Befestigungsanlage existierte. Im Jahr 1008 übergab Heinrich II. das Königsgut Meiningen an das Hochstift Würzburg. Die Würzburger Bischöfe bauten die bestehende Anlage zu einer Wasserburg aus, um diese Exklave zu schützen. Als Burgmannen setzten sie Lehnsherren aus dem niederen Adel ein, darunter Gumbert von Meiningen (1168) und Otto von Meiningen (1240). Im Jahr 1406 übernahmen die Junker von der Tann die Burg als Lehen. Ihre zunehmend feindselige Haltung führte 1418 dazu, dass Bischof Johann II. von Brunn die Burg stürmen und die Junker gefangen nehmen ließ. Bei einem Bürgeraufstand im Jahr 1432 zerstörten die Meininger die Burg und vertrieben die Burgmannen aufgrund von Übergriffen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Meiningen-Schloss01.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.5708, 10.4131