Die Burg kann teilweise besichtigt werden
Burg Lissingen

Die Burg Lissingen, eine gut erhaltene ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, liegt bei Gerolstein in der Vulkaneifel. Obwohl sie von außen wie eine einzelne Festung wirkt, handelt es sich um eine Doppelburg, die sich aus einer Unter- und einer Oberburg zusammensetzt. Die Anlage zählt zu den wenigen Eifelburgen, die niemals zerstört wurden.
Geschichte+
Die Burg Lissingen wurde 1212 erstmals als Besitz der Ritter von Liezingen urkundlich erwähnt. Ursprünglich ein Lehen der Abtei Prüm, kam es 1559 zu einer Teilung der Anlage in eine Unter- und eine Oberburg. Zwischen 1661 und 1663 erfuhr die Unterburg unter Ferdinand Zandt von Merl einen Umbau, bei dem drei mittelalterliche Wohntürme zu einem schlossartigen Herrenhaus zusammengefügt wurden. Im Jahr 1780 erlangte Josef Franz von Zandt zu Merl die Freiherrenwürde, wodurch Lissingen zu einem kleinen autonomen Territorium wurde, das bis zum Ende der Feudalzeit Bestand hatte. Nach der französischen Revolution und der preußischen Übernahme der Eifel wechselten die Burgteile mehrfach den Besitzer. Ab 1913 unter einem Eigentümer vereint, entwickelte sich Lissingen zu einem Gutsbetrieb mit eigener Stromerzeugung ab 1906. Im Zweiten Weltkrieg diente die Burg als Unterkunft und Befehlsstelle. Nach dem Krieg wurde die Landwirtschaft fortgesetzt, bis die beiden Burgteile in den Besitz neuer Privateigentümer übergingen, die Sanierungen vornahmen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Burg_lissingen_start.jpg
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Lage: 50.2166, 6.6396