Schloss/BurgKrefeld-Linn

Burg Linn

Burg Linn

Museum

Die Burg Linn in Krefeld-Linn ist eine Wasserburg mit einer sechseckigen Ringmauer. Ursprünglich als Wohn- und Wehrturm errichtet, entwickelte sie sich zu einer der größten Wasserburgen am Niederrhein und beherbergt heute ein Museum.

Geschichte+

Die Ursprünge der Burg Linn reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als Otto und Gerlachus von Lynn einen Wohn- und Wehrturm aus Tuffstein und Kiesel errichteten. Schon um das Jahr 1000 existierte an dieser Stelle eine Motte. Im Jahr 1188 verkaufte Otto von Linn das Allodium de Linne an den Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg, behielt die Burg jedoch als Lehen. Nach seiner Rückkehr vom Dritten Kreuzzug ließ Otto die Burg mit den Erlösen aus dem Verkauf weiter ausbauen. Zwischen 1195 und 1200 entstand die erste Hälfte der geplanten sechseckigen Ringmauer. Die Fertigstellung der gesamten Mauer zog sich bis etwa 1250 hin, wobei die zweite Hälfte weniger präzise ausgeführt wurde. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Mauer um weitere drei Meter erhöht. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich die Burg zu einer landesherrlichen Verteidigungsanlage der Grafschaft Kleve, was auch zu Konflikten und einer Erstürmung durch vereinte Truppen führte. Im 15. Jahrhundert, genauer 1477, wurde die Burg während der Kölner Stiftsfehde belagert. Ein Jahr später wurde der alte Burggraben zugeschüttet, um eine zusätzliche Außenringmauer zu errichten. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Zwischenraum zwischen den Mauern aufgefüllt, um die Burg widerstandsfähiger gegen Kanonenbeschuss zu machen. Anfang des 17. Jahrhunderts wurden Burg und Stadt Linn zu einer einheitlichen Befestigungsanlage mit fünf Bastionen zusammengefasst. Trotz einer Belagerung durch Hessen-Kassel, bei der die Burg erobert und weiter ausgebaut wurde, stammt der größte Teil der heutigen Anlage noch aus dem 13. Jahrhundert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.zeche.org/

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.3329, 6.6346