Privatbesitz
Burg Langendorf

Am Rande des Ortes Langendorf in Zülpich erhebt sich eine der besterhaltenen Wasserburgen im Rheinland. Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, und sie ist heute eine spätgotische Anlage, die einst ein Rittersitz war.
Geschichte+
Die Geschichte der Burg Langendorf beginnt im 12. Jahrhundert mit einem Adelsgeschlecht, das sich nach dem Ort benannte. Eine erste urkundliche Erwähnung als Burghof des Grafen von Jülich erfolgte im Jahr 1240. Bis ins 14. Jahrhundert residierte hier eine Ministerialenfamilie, die Jülicher Lehnsleute waren. Ihnen folgten die Herren von Gertzen als Besitzer. Hubert von Gertzen, verheiratet mit Sophia von Nesselrode, wurde 1447 als Eigentümer genannt. Sein Sohn Wilhelm, ein Amtmann und Lehensmann, ließ die Burg zwischen 1495 und 1505 zu einem spätgotischen Rittersitz umbauen und erweitern. Nach dem Aussterben der Linie der Herren von Gertzen im Mannesstamm im Jahr 1535 ging die Burg durch Heirat an Johann von Palant über. Um 1568/69 erfolgte eine Erneuerung der Vorburg und 1580 ein Umbau im Herrenhaus. Nach weiteren Besitzerwechseln, unter anderem an die Familien von Binsfeld und von Wachtendonk, erwarb Damian Salentin von Harff die Burg im Jahr 1659.
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Lage: 50.6729, 6.6124