Privatbesitz
Burg Landesburg (Lechenich)

In Lechenich, im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen, war die Burg Landesburg einst eine der mächtigsten rheinischen Burganlagen. Ursprünglich als Wasserburg konzipiert und im 14. Jahrhundert in Backstein erbaut, diente sie den Kölner Erzbischöfen und Kurfürsten als Residenz und Verwaltungszentrum.
Geschichte+
Die Geschichte der Landesburg Lechenich beginnt mit einer Vorgängeranlage, die erstmals 1138 erwähnt wurde. Diese ältere Burg, auf einer Motte mit Wohnturm errichtet und von breiten Wassergräben umgeben, wurde im 13. Jahrhundert mehrfach belagert, aber nie eingenommen. Nach der Schlacht von Worringen 1289 verpfändet, fiel sie 1301 einem königlichen Befehl zur Zerstörung zum Opfer, und ein Wiederaufbau wurde 1302 untersagt. Ab 1306 begann Erzbischof Heinrich II. von Virneburg mit dem Bau der heutigen Landesburg. Zwischen 1306 und 1317 entstand der Wohnturm, und unter seinen Nachfolgern wurde die Anlage zu einer festungsartigen Kastellburg ausgebaut, geschützt durch doppelte Wassergräben und die befestigte Stadt. Die Burg war Residenz und Verwaltungszentrum, auch Schauplatz wichtiger Zusammenkünfte und Empfänge hochrangiger Gäste wie König Sigismund und Kaiser Karl V. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1642 belagert, aber nicht eingenommen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.8019, 6.7685