Kulturtreff Burg Horkheim e.V.
Burg Horkheim

Die Burg Horkheim ist eine Wasserburg im Heilbronner Stadtteil Horkheim. Ihre Besonderheit ist ihre lange Geschichte als Wohnstätte und Synagoge für die jüdische Gemeinde des Ortes vom 17. bis ins 19. Jahrhundert.
Geschichte+
Die Burg Horkheim wurde 1344 erstmals erwähnt. Ursprünglich im Besitz von Eberhard II. von Württemberg, war sie an verschiedene Niederadlige verlehnt. Im Jahr 1389 verkaufte Eberhard die Burg an die Heilbronner Komturei des Deutschen Ordens, welche sie wiederum an die Patrizierfamilie Lemlin aus Heilbronn veräußerte. Die Lemlins unterstellten die Burg 1461 der Oberlehensherrschaft der Kurpfalz, während das Dorf Horkheim 1504 an Württemberg fiel. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg mehrfach erweitert. Im frühen 17. Jahrhundert wechselte der Besitz an die Familie Seibold und später an andere Lehensnehmer, die entgegen dem Willen Württembergs vermehrt Juden aufnahmen. Eine Synagoge wurde im Wohnturm der Burg eingerichtet und ist erstmals 1725 belegt; sie wurde bis ins 19. Jahrhundert genutzt. Im Jahr 1749 lebten dort 17 jüdische Familien. Nach jahrzehntelangen Streitigkeiten mit einem Lehnsnehmer zogen um 1778 einige jüdische Familien in das Obere Schloss Talheim. Im 19. Jahrhundert ging die Burg an Württemberg und später in Privatbesitz über. Die jüdische Gemeinde verlagerte sich nach 1860 größtenteils nach Heilbronn.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Horkheim-burg-schlossgasse.jpg
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Lage: 49.1158, 9.1660