Museum
Jugendherberge
Burg Hohnstein

Die Felsenburg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz steht auf einem Sandsteinfelsen über dem Polenztal. Sie ist das Wahrzeichen der Kleinstadt Hohnstein und die einzige erhaltene der einst zahlreichen rechtselbischen Burgen in dieser Region.
Geschichte+
Um das Jahr 1200 entstand die Burg Hohnstein als böhmische Grenzfeste, die sich gegen die Markgrafschaft Meißen richtete. Im Jahr 1353 ging die Anlage in den Besitz des böhmischen Adligen Hinko Berka von Dubá über. Erst 1443, als die Berka von Dubá die Burg durch Tausch- und Kaufgeschäfte an Kursachsen unter Friedrich dem Sanftmütigen abtraten, wurde sie erstmals unter ihrem Namen erwähnt. Trotzdem blieb sie bis 1806 ein böhmisches Lehen. Die Wettiner nutzten die Burg später als Ausgangspunkt für Jagden und zum Lachsstechen. Hohnstein diente wechselnd als kurfürstliches Amt, Gericht und Gefängnis. Die ursprünglich aus Holz bestehenden Bauten wurden im 17. und 18. Jahrhundert schrittweise durch Steinbauten ersetzt, die 1639 einer schwedischen Belagerung standhielten. Nach der Auflösung des Amtssitzes 1861 wurde die Burg unter anderem als Korrektionsanstalt und ab 1919 als Jugendgefängnis genutzt. Im Jahr 1925 erfolgte die Umwandlung in eine Jugendherberge, die mit rund 1.000 Schlafplätzen als größte Jugendherberge Deutschlands galt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9794, 14.1088