Jugendbildungsstätte
Burg Gemen

Inmitten der Parklandschaft des Münsterlandes in Nordrhein-Westfalen liegt die Burg Gemen. Ursprünglich eine Wasserburg, hat sich die Anlage zu einem Schloss entwickelt, das auf zwei Inseln von einem Gräftensystem umgeben ist und dem heutigen Borkener Stadtteil Gemen seinen Namen gab.
Geschichte+
Bereits im Jahr 962 wurde ein Hof namens Gamin erstmals urkundlich erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert prägten Auseinandersetzungen mit den Fürstbischöfen von Münster die Geschichte der Herren von Gemen, die sich erfolgreich ihre Reichsunmittelbarkeit bewahrten. Im 14. Jahrhundert begann unter Heinrich III. der Aufstieg der Gemener zu einem der wichtigsten Adelsgeschlechter Westfalens. Er erwarb die Burg als Allodialbesitz und ließ sie bis 1411 ausbauen. Im 16. Jahrhundert führte Jobst II. die lutherische Reformation ein, was 1568 zu einer Belagerung und Plünderung durch den Herzog von Alba führte. Im Dreißigjährigen Krieg blieb Gemen weitgehend verschont. Nach Erbstreitigkeiten um 1635 gelang es Hermann Otto II. von Limburg-Styrum im Jahr 1694, den Streit um die Landeshoheit mit dem Bistum Münster zu seinen Gunsten zu entscheiden und die Herrschaft reichsunmittelbar zu machen.
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Lage: 51.8629, 6.8662