Privatbesitz
Burg Dagestein

In Vilseck, Bayern, steht die Burg Dagestein, die sich von einer mittelalterlichen Festung zu einem Wasserschloss entwickelte. Sie zählt zu den frühen Burganlagen der Oberpfalz.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Dagestein sind nicht vollständig geklärt, doch erste urkundliche Erwähnungen datieren auf das Ende des 12. Jahrhunderts. Im Jahr 1185 wurde Vilseck als Teil des Besitzes des Bamberger Hochstifts genannt. Ein Megelaus von Dagestein erschien 1205 in einer Urkunde, und nach dem Aussterben dieser Familie übernahmen spätere Burgherren den Namen der Stadt Vilseck. Im 15. Jahrhundert erfuhr die Burg einen Umbau zu einem Wasserschloss. Während einer Fehde im Jahr 1512 wurde sie geplündert und in Brand gesteckt, jedoch anschließend wiederaufgebaut. 1552 fiel die Anlage, die zu dieser Zeit hauptsächlich als Getreidespeicher und Gefängnis diente, in die Hände von Markgraf Albrecht Alcibiades von Bayreuth. Um 1730 fanden umfangreiche Neubauten statt, und im Zuge der Säkularisation wurden 1802 Teile der Burg an Vilsecker Bürger verkauft. Zwischen 1796 und 1797 war der Räuberhauptmann Franz Troglauer hier für einige Monate inhaftiert.
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Lage: 49.6136, 11.8089