Schloss/BurgBurgjoss

Burg Burgjoß

Burg Burgjoß

Forstamt

Im hessischen Spessart liegt die Burg Burgjoß, auch als Schloss Burgjoß bekannt. Die Anlage, ursprünglich eine Wasserburg, wurde mehrfach umgestaltet und dient heute als Forstamt.

Geschichte+

Die Ursprünge der Burg „Jazaha“ an der Jossa reichen bis ins späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert zurück, als sie als fuldisches Lehen entstand. Anstelle eines anfänglichen Holzbaus, der auf Pfählen ruhte und von einem Wassergraben umgeben war, wurde um 1160 eine Sandsteinburg errichtet. 1176 belehnte Fulda die Herren von Jossa mit der Burg und dem Gericht. Im 13. Jahrhundert siedelten sich die Herren von Jossa an der Bergstraße an, und ihre Besitztümer wurden sukzessive verkauft. Dadurch wechselten Burg und Gericht mehrfach den Besitzer. Bereits 1326 besaßen die Isenburger ein Viertel der Burg. Nach dem Aussterben der Herren von Jossa vor 1367 entwickelte sich die Anlage zu einer Ganerbenburg. Anteile wechselten zwischen regionalen Adelsfamilien wie den Herren von Hutten, den Grafen von Hanau und höhergestellten Adeligen wie den Grafen von Rieneck und den Kurfürsten von Mainz. 1451 gehörte die Hälfte den Grafen von Hanau-Münzenberg, der Rest den Herren von Thüngen und von Hutten. Letztere erwarben schließlich die gesamte Ortschaft, verkauften aber 1541 ihren Besitz im Jossatal an das Erzstift Mainz. Unter Kurfürst Daniel Brendel von Homburg erfolgte bis 1573 ein Umbau zu einem Renaissance-Wasserschloss. Kurmainz nutzte die Burg als Kellerei und Verwaltungszentrum. Mit der Säkularisation 1803 kam der Jossgrund zum Fürstentum Aschaffenburg, später zum Großherzogtum Frankfurt, zu Bayern, Preußen und schließlich 1945 zu Hessen. Seit 1814 befindet sich ein Forstamt in der Burg.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.2040, 9.4801