Privatbesitz
Burg Büchold

Das Schloss Büchold, auch Burg Büchold, ist eine Burgruine in Büchold, einem Stadtteil von Arnstein im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart.
Geschichte+
Das Schloss blickt als Teil der Gemeinde Büchold auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Erstmals wurde die Höhenburg Büchold („castrum“) urkundlich im Jahre 1299 als Ordensniederlassung des würzburgerischen Johanniterhauses erwähnt. Wenige Jahre danach ging das Anwesen nach hoher Verschuldung der Johanniterkommende in den Besitz der Grafen von Rieneck über und wurde 1364 durch die Herren von Thüngen erworben. Mehr als 200 Jahre verblieb es mit der gesamten Herrschaft Büchold in deren Besitz. Die Herren von Thüngen bauten die romanische Burganlage zu einem prächtigen Renaissance-Schloss aus. Mit dem Hause Thüngen hielt auch seit etwa 1540 der lutherische Glaube in Büchold Einzug. Im Jahre 1596 übernahm Dietrich Echter von Mespelbrunn Schloss und Herrschaft Büchold. Er führte eine strenge Rekatholisierung Bücholds durch. Es war die Zeit von Inquisition und Hexenprozessen, die auch Büchold nicht verschonten. Die als Hexen bezichtigten Frauen wurden im Verlies des Schlosses gefoltert und am Galgenberg verbrannt. Zeuge der Rekatholisierung ist die Pfarrkirche St. Nikolaus u. Mariä Heimsuchung, die durch Philipp Christoph Echter ihre heutige Gestalt erhielt. Von 1652 bis 1749 war dann das Schloss Lehnsherrschaft der Familien von Dalberg, von Greiffenclau und von Ingelheim. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts brachten die Dalbergs Büchold nochmals zu großer Blüte. Sie ließen östlich des Schlosses einen prächtigen Barockgarten anlegen, der über 100 Jahre Bestand hatte.
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Lage: 50.0114, 9.9508