Kirchliches Kulturzentrum
Burg Bodenstein

Oberhalb des Dorfes Wintzingerode, einem Ortsteil von Leinefelde-Worbis in Thüringen, steht die Burg Bodenstein, eine gut erhaltene mittelalterliche Anlage. Sie ist die besterhaltene Burg im gesamten Eichsfeld und dient heute als kirchliches Kulturzentrum.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Bodenstein reichen weit zurück, möglicherweise diente sie als Grenzposten zwischen Sachsen und Franken und wurde unter Heinrich I. zur Abwehr von Ungarneinfällen ausgebaut. Im 11. Jahrhundert gehörte sie Otto von Northeim, einem Verwandten der Liudolfinger. Später nannte sich eine Adelsfamilie nach der Burg, die zeitweise eine Rolle in der Region spielte. 1275 gelangte die Herrschaft an die Welfen, die sie 1293 an die Grafen von Honstein verkauften. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarben 1337 mehrere Herren die Burg, wobei die Familie von Wintzingerode bis 1448 die Mitbesitzer auslöste und bis 1945 Alleineigentümer blieb. Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg teilweise zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Ein Konflikt um die Reformation führte 1574 zur Eroberung der Burg und zur Hinrichtung des Burgherrn Berthold XI. von Wintzingerode.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:0702247011_bodenstein.jpg
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Lage: 51.4536, 10.3425