Privatbesitz
Burg Berum

Die Niederungsburg Berum in Hage-Berum, ursprünglich als Häuptlingsburg errichtet, entwickelte sich zu einem Wasserschloss.
Geschichte+
Erste urkundliche Erwähnungen eines Häuptlingsgeschlechts auf diesem Stammsitz datieren auf das Jahr 1310. Im 15. Jahrhundert ging die Burg in den Besitz der Cirksena über. Graf Ulrich I. ließ die Anlage 1443 zu einem Schloss mit dreiflügeliger Haupt- und Vorburg erweitern und heiratete hier 1455 Theda. Zwischen 1475 und 1481 wurde Alf, der Sohn des Grafen Gerd von Oldenburg, nach einem Überfall in Ostfriesland hier gefangen gehalten. Edzard II. vollendete 1591 den Ausbau zu einem Renaissance-Wasserschloss mit Turmspitze. Seine Witwe Katharina, Tochter des schwedischen Königs Gustav Wasa, fügte später Erweiterungen hinzu, darunter eine Kapelle, wodurch Berum zum Witwensitz wurde. Im Jahr 1600 wurde hier der „Berumer Vergleich“ geschlossen, der das Harlingerland endgültig Ostfriesland zuschlug. Ein tragischer Vorfall ereignete sich 1628, als Graf Rudolf Christian bei einem Streit auf der Burg tödlich verletzt wurde. Unter Gräfinwitwe Christine Charlotte erfuhr die Burg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts weitere Umgestaltungen. 1734 fand die Hochzeit von Fürst Carl Edzard mit Prinzessin Sophie Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth statt. Nach Carl Edzards Tod 1744 fiel die Burg an Preußen unter Friedrich II.
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Lage: 53.6016, 7.2977