Die Festung kann besichtigt werden
Bundesfestung Ulm-Courtine 6

Die Bundesfestung Ulm-Courtine 6 ist ein Teil der einst größten Festungsanlage Europas, gelegen in Neu-Ulm, Bayern. Als Element der Bundesfestung Ulm ist sie ein Beispiel militärischer Baukunst des 19. Jahrhunderts.
Geschichte+
Die Bundesfestung Ulm, zu der auch die Courtine 6 gehört, war eine von fünf vom Deutschen Bund finanzierten Festungen, die nach den Napoleonischen Kriegen errichtet wurden, um die Sicherheit der deutschen Länder zu gewährleisten. Zwischen 1842 und 1859 unter der Leitung des preußischen Festungsbaudirektors Moritz Karl Ernst von Prittwitz und Gaffron erbaut, stellte sie mit einer polygonalen Hauptumwallung von rund 9 Kilometern die größte Befestigung ihrer Zeit dar. Die Courtine 6 verband ursprünglich die Bastionen 5 und 7 und konnte bis zu 335 Soldaten beherbergen. Ihr Grundriss ähnelte dem der Courtine 2, wobei der Wall hinter der Kaponniere zu einem Kavaliersbauwerk erweitert wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kaponniere durch einen Bombentreffer beschädigt, dessen Spuren in der Erdabdeckung bis heute sichtbar sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Festungsanlagen, die nach dem Ersten Weltkrieg geschleift werden mussten, blieb die Bundesfestung Ulm erhalten, wenngleich einige Teile durch Kriegseinwirkungen und Verfall verloren gingen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.3884, 9.9986