Kulturzentrum
Barockschloss Zabeltitz
In der Gemeinde Großenhain im Landkreis Meißen in Sachsen, Deutschland, steht das Barockschloss Zabeltitz, ein Beispiel barocker Architektur.
Geschichte+
An der Stelle des heutigen Palais stand im Mittelalter eine Wasserburg, die dem Schutz einer alten Salzstraße diente. Zwischen 1565 und 1566 ließ Nickel Pflugk diese Anlage zu einem Renaissanceschloss umbauen und errichtete auch die St. Georgenkirche neu. Seine Erben verkauften den Besitz 1588 an Kurfürst Christian I. von Sachsen, der es als Jagdschloss nutzte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Zabeltitz 1637 von schwedischen Truppen geplündert und verwüstet. Nach Reparaturen in den 1650er Jahren fanden hier wieder Jagdlager statt. Ab 1699 wurde das Rittergut verpachtet, das Schloss blieb jedoch den Kurfürsten vorbehalten und diente später als Witwensitz für Kurfürstin Anna Sophie. Im Jahr 1728 übertrug August der Starke das Anwesen an Generalfeldmarschall Graf August Christoph von Wackerbarth. Dieser ließ das Schloss auf der Insel, das heutige Palais, neu errichten und einen Barockgarten anlegen. Die Bauarbeiten unter der Leitung von Johann Christoph Knöffel wurden bis 1730 weitgehend abgeschlossen, um das Anwesen beim Zeithainer Lustlager präsentieren zu können.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 51.3535, 13.4959